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Der Nistkasten für Vögel wird das ganze Jahr benutzt

Menschen räumen auf! Wir fangen damit in Wäldern an: Alles, was nicht waagerecht steht, kommt weg. Im Garten werden Hecken durch Zäune und Mauern ersetzt. Landwirtschaftliche Flächen verkommen zu Monokulturen. Häuser, Dächer und Fassaden werden so lange isoliert bis auch das kleinste Tier nirgends ansiedeln kann. In diesen Zeiten ist ein Nistkasten ein wichtiges Element, um Vögeln einen Ort zur Aufzucht Ihrer Brut zur Verfügung zu stellen. Denn es ist erwiesen, dass circa die Hälfte aller Vogelarten gefährdet sind.

Darüber hinaus ist der Bestand aller Vogelarten mehr als besorgniserregend. Und wer sich kritisch in den Garten stellt, wird oftmals feststellen, dass es ruhig geworden ist. Bevor Sie sich auf den Weg machen, um einen Nistkasten zu kaufen, sollte die Frage beantwortet sein, welche Vogelart Sie unterstützen möchten.

Die kleinen Meisen wie Blaumeise, Haubenmeise und Sumpfmeise benötigen ein Einflugloch von 26 bis 28 Millimeter. Die etwas größeren Vögel wie die Kohlmeise, der Kleiber oder der Haussperling benötigen ein Einflugloch von mindestens 32 Millimetern. Der Star oder Buntspecht benötigt sogar einen Durchmesser von 45 Millimetern.

Ebenfalls entscheidend ist der richtige Ort für Nistkästen. Hängen Sie ihn nicht in die pralle Sonne. Halbschatten ist die bessere Wahl und das Einflugloch sollte in Richtung Osten oder auch Südosten zeigen. Weder Wind noch Regen sollten in das Einflugloch Ihres Nistkastens kommen, denn das mögen Ihre Gäste überhaupt nicht.

Damit Ihre Nisthilfe angenommen wird, ist zu beachten, dass sie fest am Baum oder an einer Hauswand hängt. Nisthilfen sollten nicht schaukeln. Wenn Sie sich für einen Baum entscheiden, verwenden Sie Aluminiumnägel, denn diese schädigen den Baum nicht.

Die richtige Höhe für einen Nistkasten richtet sich ebenfalls nach der Art des Vogels, für den Sie sich entschieden haben. Für unsere Singvögel können Sie ihn in einer Höhe von 1,5 bis 2 Metern aufhängen. Je größer der Vogel dann wird, desto höher sollten Sie ihn aufhängen. So kann er für den Star auf einer Höhe ab 4 Metern hängen.

Hängen Sie den Kasten am besten bereits im Februar auf. Der Vogel kann dann schon mal alles begutachten und inspizieren. Anfang März wird dann schon mit dem Nestbau begonnen. Vermeiden Sie bitte in dieser Zeit jeglichen Kontakt zum Nistkasten. Öffnen Sie ihn nicht, da das die Brutzeit und auch die Aufzuchtzeit erheblich stören kann.

Spätestens im Oktober ist die Aufzucht eigentlich abgeschlossen und die Nisthilfe wird verlassen. Jetzt ist es an der Zeit, die jährliche Nistkastenkontrolle durchzuführen. Machen Sie sich aber vorsichtshalber bemerkbar, denn viele wissen nicht: Ein Nistkasten wird das ganz Jahr benutzt.

Vögel schlafen oder übernachten bei kaltem Wetter gerne in ihm. Außerdem bietet er Schutz vor Feinden. Sie werden jedoch auch gerne nach der Brutzeit von anderen Tieren besucht. Tiere wie der Siebenschläfer oder auch Mäuse nehmen den Nistkasten dann für sich ein und ziehen ihren Nachwuchs in ihm auf. Es wurde auch schon die ein oder andere Fledermaus im Nistkasten entdeckt.

Am besten vorher mal anklopfen, danach kann der Kasten vorsichtig geöffnet werden. Beginnen Sie damit, das Nest zu entfernen und die Nisthilfe mal auszufegen. Damit machen Sie sie fit für den Winter.

Verbliebe das Nest drinnen, würde der Vogel den Kasten entweder gar nicht nutzen oder er baut auf dem bereits vorhandenen Nest ein neues Nest. Vögel benutzen ein Nest nicht mehrmals. Es hat überdies einige Nachteile, das alte Nest nicht zu entfernen.

Zum einen steigt die Gefahr von Parasitenbefall. Zum anderen steigt aber auch die Gefahr, dass sich die nächste Brut zu hoch im Nistkasten befindet. Marder oder auch andere Fressfeinde würden sich Eier oder auch Jungvögel herausholen. Die jährliche Begutachtung und Reinigung sind somit sehr wichtig. Aber bitte verwenden Sie dabei keine Reinigungsmittel!

Es ist weder kompliziert noch aufwendig, Vögel zu unterstützen. Machen Sie den ersten Schritt und kaufen Sie einen Nistkasten!

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