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Der Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche

Kaum ein Vogel wurde mehr als einmal zum Vogel des Jahres ernannt. Der Feldlerche wird im Jahr 2019 jedoch zum zweiten Mal diese Ehre zuteil. Agrarvögel sind ein fester Bestandteil der Fauna, doch die aktuelle Bewirtschaftung der Felder raubt den Vögeln zunehmend den Lebensraum.

Schon im Jahr 1998 wurde die Feldlerche zum Vogel des Jahres ernannt. Damals war einer der Hauptgründe, das Bewusstsein für die missliche Lage der Feldvögel zu stärken. Denn die Feldlerche steht mit ihrem fröhlichen Gesang und ihrem braunen Federkleid stellvertretend für die Bodenbrüter Europas.

  1. Wie lebt die Feldlerche?
  2. Wodurch werden die Feldlerchen bedroht?
  3. Wie können wir helfen?

Wie lebt die Feldlerche?

Insgesamt gibt es in Europa drei Lerchenarten, darunter auch die Feldlerche, die nun zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres ernannt wurde. Diese Lerchenart verbringt ihr gesamtes Leben auf den Feldern. Sie gehört zu den Bodenbrütern, wobei die Weibchen im Frühjahr eine Mulde in den Boden scharren und diese mit weichen Gräsern und kleinen Zweigen polstert. Anschließend legt es seine Eier und brütet diese mit viel Zuneigung aus.

Das Federkleid der Feldlerche ist nicht besonders auffällig. Braun gefleckt mit helleren und dunkleren Strichen ist sie auf Feldern und brachliegenden Flächen perfekt getarnt. Doch im Flug lassen sich weiße Striche an den Rändern der Flügel erkennen, welche die Feldlerche von anderen Lerchenarten unterscheiden. Sie ist etwa 19 cm groß und lässt sich das ganze Jahr über auf morastigem bis feuchtem Land beobachten.

Die Feldlerche ernährt sich sehr vielseitig. In den Sommermonaten ernährt sie sich vorzugsweise von Würmern, Spinnen, Käfern und anderen Insekten. Auch Schnecken gehören auf ihren Speiseplan. In den kalten Wintermonaten fällt die Nahrungssuche deutlich schwerer. Dann ernähren sich die Vögel meist von Saat und Pflanzen, die sie auf dem frostigen Boden finden können.

Wodurch werden die Feldlerchen bedroht?

Diese Lerchenart ist flächenmäßig weit verbreitet, denn sie lässt sich von Europa bis Japan finden. Dennoch gehört die Feldlerche zu den Bodenbrütern, die bald auf der Roten Liste stehen werden. In Deutschland wird die Population heute auf etwa 1,5-2,7 Mio. Brutpaare geschätzt. Die Zahlen sinken jedoch drastisch.

Die Landschaft Europas hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Das ist eine große Einschränkung für viele Tiere, deren Lebensraum verändert wird. Die Feldlerche leidet besonders unter der zunehmenden, aggressiven Landwirtschaft. Als Bodenbrüter ist sie den Maschinen der Landwirte schutzlos ausgeliefert. Seitenstreifen und brachliegendes Land, auf welchem die Vögel geschützt nisten und leben könnten, werden immer seltener.

Hinzu kommen Chemikalien, die den Boden verändern. Liegengebliebene Samen werden immer seltener, ebenso wie Insekten, die der Feldlerche als Nahrungsquelle dienen. In Frankreich werden die Tiere sogar direkt bejagt. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Feldvögel wie die Feldlerche immer seltener werden.

Wie können wir helfen?

Nachdem im Jahr 1998 bereits auf den Notzustand der Feldlerchen aufmerksam gemacht wurde, geschieht dies in diesem Jahr erneut. Die Feldlerche steht dabei stellvertretend für alle Feldvögel Europas, die mit denselben Gefahren zu kämpfen haben und deren Existenz bedroht wird.

Wir können helfen, indem wir den Vögeln einen Lebensraum geben, in welchem sie sich sicher entfalten können. Die Agrarwirtschaft kann nicht vollkommen eingeschränkt werden. Doch wenn den Vögeln und anderen Feldbewohnern ausreichend Flächen zum Ausgleich geboten werden, dann können sie sich dort ungestört fortpflanzen und ihre Jungen aufziehen.

Durch die Aufforstung nährstoffarmer Regionen können neue Lebensräume geschaffen werden. Und wenn darüber hinaus der Gebrauch von chemischen Düngemitteln und Pestiziden eingeschränkt wird, dann haben die Vögel eine Chance, ihre Art auch langfristig zu erhalten.

Die Feldlerche ist aber nur eine Vogelart von vielen, deren Leben immer schwerer wird. Bedenken Sie das, wenn Sie in Ihrem Garten arbeiten, und machen Sie Ihn auch für Vögel interessant. Kaufen Sie ein Vogelhaus und eine Vogeltränke, verzichten Sie auf den Einsatz von Gift und pflanzen Sie auch heimische Pflanzenarten.

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Claudia
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