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Bohrung in Hartholz als Nisthilfe im Insektenhaus oder im Insektenhotel-Bausatz

Holz ist der perfekte Lebensraum für solitär lebende Wildbienen. Der Grund dafür ist einfach: In der Natur wird nichts verschenkt. Eigentlich wird aber abgestorbenes Holz eher von Käfern bewohnt. Aber vor allem Hartholz eignet sich für Insektenhotels.

  1. Welches Holz ist das richtige?
  2. Positionierung und Anordnung der Löcher
  3. Nachdem Sie die Löcher gebohrt haben

 

Welches Holz ist das richtige?

Es gibt eine Vielzahl an Käfern und deren Larven, die Gänge in Holz fressen. Nachdem Käfer bzw. ihre Larven geschlüpft sind und ihre Tunnel und Gänge verlassen, werden diese gerne von Wildbienen und Wespen bezogen. Beim Bau eines Bienenhotels oder beim Befüllen eines Insektenhotel-Bausatzes sollten wir uns deshalb immer an der Natur orientieren und beobachten, welche natürlichen Materialien sich eignen und zur Verfügung stehen. Wenn man dann noch das ein oder andere beachtet, wird man schon bald ein sehr gut besuchtes Insektenhotel sein Eigen nennen können.

Wichtig bei der Wahl des richtigen Holzes als Nisthilfe - unabhängig ob Bausatz, oder nicht - ist es, ausschließlich Hartholz zu verwenden. Perfekt ist, wenn dieses sogar schon getrocknet und am besten ohne Rinde ist. Zu den klassischen Harthölzern gehören alle Laubbäume wie Eiche, Buche, Ahorn und auch Birke. All diese können für ein Insektenhotel oder ein Insektenhotel Bausatz verwendet werden.

Das Holz von Apfelbäumen, Pflaumenbäumen und auch Birnenbäumen wird oft unterschätzt, dabei sind Obstbäume härter als der Ahorn oder auch härter als der Eichenbaum. Holz von Obstbäumen eignet sich also ebenfalls für ein Insektenhaus oder Insektenhotel-Bausatz.

Verzichten Sie bitte bei der Wahl der Hölzer auf Nadelholz wie Fichten, Kiefern oder Tannen. Diese sind nicht geeignet, da sie harzen und zu den Weichhölzern gehören. Diese neigen schnell zu Rissen und können dann nicht besiedelt werden. Das Ergebnis wäre ein nicht funktionierendes Insektenhaus oder Bausatz.

Bevor Sie jetzt mit dem Bohren beginnen, achten Sie bitte darauf, dass Sie an der richtigen Stelle bohren. Man liest sehr häufig, dass man nicht ins Stirnholz, Kopfholz oder Hirnholz bohren soll. Damit ist gemeint, nicht in die Stellen zu bohren, an der die Jahresringe zu sehen sind. Bohren Sie immer in die Längsseiten, also an die Stelle, an der die Rinde gewesen ist. Sollte das Holz gespalten sein, wie auf unserem Bild, kann auch dort gebohrt werden. Bearbeiten Sie das Holz nur an den Längsseiten.

Wir empfehlen Löcher in unterschiedlichen Tiefen von etwa 6 Zentimeter bis mindestens 10 Zentimeter. Wenn Ihr Insektenhotel tief genug ist und der Bohrer auch lang genug ist, können Sie auch bis zu 20 Zentimeter tief bohren. Es ist wichtig, möglichst im rechten Winkel zum Holz, also so gerade wie möglich, zu bohren.

 

Positionierung und Anordnung der Löcher

  • Verwenden Sie unterschiedliche Bohrer mit unterschiedlichen Durchmessern und halten größere Abstände. Ein Bohrloch sollte nicht zu nah beim anderen liegen.
  • Es empfiehlt sich ein Durchmesser von 2 Millimeter als kleinstes Bohrloch und ein maximaler Durchmesser von 10 Millimeter.
  • Häufig werden Lochdurchmesser zwischen 3 Millimeter und 6 Millimeter genutzt. Wir empfehlen, sich auf diese Durchmesser zu konzentrieren. Damit bedient man die größte Bandbreite an Nützlingen und steigert die Chance auf Besiedlung im Bienenhaus.
  • Die Anordnung der Bohrungen sollten nicht strukturiert sein. Ein Durcheinander an unterschiedlichen Durchmessern im Holz erleichtert dem Insekt die Orientierung und es findet seine Behausung im Insektenhotel einfacher wieder.
  • Bitte beachten Sie, nicht durch das Holz zu hindurch zu bohren. Die einzelnen Gänge sollten unbedingt an einer Seite geschlossen bleiben.

 

Nachdem Sie die Löcher gebohrt haben

Nun beginnt die wichtigste Arbeit. Drehen Sie das Holz um, klopfen Sie es aus und entfernen Sie die Bohrreste. Sind in den Löchern noch Späne zu sehen, müssen diese entfernt werden. Je kritischer Sie dabei sind, desto besser. Jetzt entscheidet sich nämlich, wie gut der Insektenhotel Bausatz oder das Bienenhotel benutzt wird. Jedes Loch, welches durch einen Span verstopft wird, kann nicht bewohnt werden.

Noch schlimmer ist es sogar, wenn sich die Insekten an Füßen oder Flügeln verletzen würden. Im letzten Arbeitsgang empfehlen wir deswegen, das Holz gut zu schleifen. Wenn Sie diese Punkte alle befolgen und beachtet haben, sind wir davon überzeugt, dass Sie perfekt aufgestellt sind und in kürzester Zeit ein besiedeltes Insektenhotel haben, unabhängig ob Bausatz oder nicht.

Sollte dies nicht so sein, kann es nur noch am Standort liegen. Um hier nicht auf der Zielgeraden zu scheitern, geben wir Ihnen noch kurz einige Informationen zum Standort mit. Richten Sie Ihr Insektenhotel in Richtung Süden aus. Niemals nach Nord-West, denn das ist die Wetterseite. Insekten mögen es zwar warm, aber ein Insektenhotel sollte nicht in der prallen Sonne stehen. Ideal ist es, wenn es immer etwas Sonne abbekommt.

Ein Insektenhotel sollte nicht vom Regen geflutet werden und wenn es etwas Regen abbekommt, muss es auch schnell wieder trocknen können. Achten Sie bei Ihrem Insektenhaus oder Ihrem Insektenhotel Bausatz auf einen Dachüberstand: Der schützt vor Feuchtigkeit und Regen. Außerdem sollte das Bienenhotel auch windgeschützt stehen.

All diese Hinweise haben wir bei der Herstellung unserer Insektenhotels und Bausätze beachtet. Wenn Sie also bei uns ein Insektenhotel kaufen, werden Sie und die Insekten zufrieden sind!

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Claudia
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