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Hortensien

Über die Herkunft und Einsatzmöglichkeiten

Es sind um die 80 verschiedenen Hortensienarten bekannt, die ihren Ursprung in Ostasien, Südamerika und Nordamerika haben. Die Pflanzen brauchen viel Platz, da sie ein flaches, ausladendes Wurzelnetz bilden. Auch über der Erde breiten sie sich innerhalb kurzer Zeit stark aus und eignen sich deshalb vor allem für lockere Gruppenpflanzungen. Sie werden dabei häufig mit unterschiedlichen Stauden zusammen gepflanzt und auch in Kombination mit Buchsbaum entwickeln sie sich zu wunderschönen Elementen in weitläufigen Bauern- oder Landhausgärten. Hortensien bevorzugen halbschattige Standorte und benötigen darüber hinaus große Mengen an Wasser. Dies sollte bei der Planung des Gartens bedacht werden.

Verschiedene Arten

Grundsätzlich können Hortensien in zwei unterschiedliche Arten unterteilt werden, die sich nach ihrer Wuchsform richten. Bauern- oder Tellerhortensien entwickeln sich zu Sträuchern mit zahlreichen neuen Trieben und einer breiten Krone, die meist eine Höhe von 2 Metern nicht überschreiten. Sie bringen im Sommer wunderschöne Blüten hervor. Kletterhortensien hingegen haben eine deutlich unauffälligere Blüte, können jedoch zur Bepflanzung von Fassaden eingesetzt werden, da sie mit Hilfe ihrer Haftwurzeln problemlos an Mauern halt finden und diese innerhalb kurzer Zeit mit ihren Ranken bedecken. Ursprünglich hatten Hortensien sterile Schaublüten in den Farben rosa bis blau, mit welchen sie Insekten anlockten. Diese gelangten dann an die eigentlichen Blüten, welche eher unscheinbar sind. Die prächtigen Hortensienbüsche wurden jedoch so gezüchtet, dass sie heutzutage lediglich die wunderschönen Schaublüten besitzen. Die Pflanzen sind somit steril und können nur durch Ableger und Stecklinge vermehrt werden. Die etwas wilderen Kletterhortensien entwickeln auch heute noch ihre ursprünglichen Blüten und sind deshalb auch für Bienen und Schmetterlinge sehr wertvoll.

Hortensien richtig pflanzen und pflegen

Hortensien sind Flachwurzler und benötigen deshalb relativ viel Abstand zu ihren Nachbarpflanzen. Sie verbrauchen viel Wasser und sollten besonders in den Sommermonaten gleichmäßig feucht gehalten werden. Auf Grund ihres starken Wachstums und ihrer prächtigen Blüten haben sie einen hohen Nährstoffbedarf. Die Düngung mit Rhododendren- oder Hortensiendünger erfolgt bis Ende Juli, damit die neuen Triebe ausreichend Zeit haben, sich bis zum Herbst fertig zu entwickeln. Die Hortensien frieren im Winter stark zurück, treiben jedoch im Frühjahr wieder neu aus. In besonders harten Wintern hilft es, den Strauch mit Laub oder einem Vlies abzudecken. Kübelhortensien müssen mit Hilfe von Kokosmatten vor dem Frost geschützt werden und sollten darüber hinaus an eine windgeschützte Hausmauer gestellt werden, damit die Pflanzen den eisigen Winterwinden entgehen können.

Blüten fördern, schneiden und vermehren

Die abgestorbenen und verfrorenen Zweige des Vorjahres können im Frühjahr zurückgeschnitten werden, wodurch die Kraft der neuen Triebe gefördert wird. Die Blütenfarbe der Hortensien richtet sich nach dem pH-Wert des Bodens auf welchem sie wachsen. Mit Hilfe von Aluminium-Sulfat, welches Sie dem Substrat einmal wöchentlich beim Gießen zufügen, können Sie einen pH-Wert des Bodens von unter 5 erreichen, welcher die Pflanzen in einem leuchtenden blau erblühen lässt. Bei einem höheren pH-Wert des Bodens werden die Blüten hingegen rosa. Die Pflanzen sehen zwar prächtig aus, erzeugen jedoch keine Saat. Es bleibt deshalb die Vermehrung durch Stecklinge und Ableger, welche im Frühsommer vorgenommen werden kann. Die kleinen zugeschnittenen Zweige bilden normalerweise bereits innerhalb einiger Tage die ersten Wurzeln und haben gute Überlebenschancen.

Sie möchten mehr über die einzelnen Hortensiensorten erfahren, um die passenden Pflanzen für Ihren Garten auswählen zu können? Auf unserer Website finden Sie hilfreiche Informationen!