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Der Igel hat es wirklich schwer

Auch in diesem Jahr hat es der Igel wieder sehr schwer gehabt. Schuld daran sind der Klimawandel und unsere aufgeräumten und eingezäunten Gärten. Der Igel ist nicht vom Aussterben bedroht, aber es gibt immer weniger von Ihnen. Also müssen wir handeln, bevor wir es soweit kommen lassen wie mit den Insekten.

Eigentlich beginnt im März je nach Wetterlage das große Erwachen aus dem Winterschlaf und wir treffen die Igel in unseren Gärten. In den letzten Jahren hat es aber anders ausgesehen. Sie finden überhaupt nicht so richtig in den Winterschlaf. Sie haben maximal den ein oder anderen Tag oder auch die ein oder andere Woche geschlafen.

Normalerweise sollte der Igel irgendwann im November seinen Winterschlaf antreten. Dafür sucht er sich abgelegene und ruhige Ecken mit Laubhaufen und Ästen oder bereitgestellte Igelhäuser und richtet sich seinen Schlafplatz ein. In dieser Zeit hört und sieht man vom ihm nichts bis er dann im März wieder hervorkommt.

Dieser Schlaf in der kalten Jahreszeit ist wichtig, denn zu fressen gibt es im Winter nichts. Der Körper wird im Winterschlaf auf Reserve gefahren, sodass der Igel mit minimalem Energieaufwand auskommt und Monate lang schläft. Das stachlige Tier ist ein Insektenfresser und das Nahrungsangebot ist in dieser Zeit extrem gering.

Da der Winter in den letzten Jahren kaum stattgefunden hat, fällt der Igel nicht oder zu kurz in den Winterschlaf. Dadurch benötigt er dann aber auch Nahrung, die jedoch nicht zur Verfügung steht. Und genau das wird ihm zum Verhängnis!

Eine weitere wichtige Rolle spielt der Zustand unserer Gärten. Zum einen dulden wir keine unaufgeräumten Ecken. Unsere Gärten sind durchstrukturiert, um ansehnlich zu wirken. Ansehnlich ist aber überhaupt nichts für unseren stacheligen Freund. Es gibt immer mehr Wohn- und Industriegebiete, die von Straßen durchzogen sind. Und wenn wir dann mal unaufgeräumte Ecken im Garten haben, sind diese oft eingezäunt und er erhält überhaupt keinen Zutritt.

Der Igel benötigt lediglich einen Laubhaufen oder ein Igelhaus für den Winterschlaf. Allerdings nicht nur dafür, sondern auch zur Aufzucht seiner Nachkommen. Die Ansprüche sind nicht sehr hoch. Sie können dem ihm einfach ein Igelhaus bauen oder ein Igelhaus kaufen. Wichtig ist, dass dieses Igelhaus an einem ruhigen Standort steht.

Eine ganz neue Gefahr sind die in letzter Zeit in Mode gekommenen Mähroboter. Aber damit nicht genug: Es ist auch sehr populär, diesen in der Nacht fahren zu lassen. Das wird dem nachtaktiven Tier zum Verhängnis, denn der Roboter macht nicht halt vor dem ihm, der sich zum Schutz zusammenrollt.

Wie bei allen heimischen Tieren und auch Insekten spielt die Landwirtschaft eine der größten Rollen, bei der es eben auch zum Einsatz von Insektiziden kommt.

Sie können jedoch schon im Kleinen viel bewirken. In jedem Garten kann versteckt ein Ort entstehen. Zum Beispiel hinter einer Gartenhütte oder einem größeren Busch, den Sie nicht pflegen.

Wenn Sie Sträucher schneiden oder Laub fegen, bringen Sie so viel als möglich in diese Ecke und schichten es auf. Dann einfach sicherstellen, dass der Igel Zutritt in den Garten erhält, denn Zäune kann er nicht überwinden. Dafür kann er aber sehr gut unten durchkriechen. Sichern Sie Gruben und Treppenabgänge besser ab, damit er nicht reinfallen kann.

Und auch ein ebenerdiger Pool oder Teich kann zum Tode führen. Sorgen Sie also zumindest für eine Möglichkeit, dass der kleine Stachelritter herausklettern kann, wie mit einer Treppe oder einem flachen Ufer.

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, werden Sie sehen, wie sich in kürzester Zeit Ihre neue Ecke in ein Paradies für Tiere entwickelt. Käfer, Bienen, Hummeln siedeln sich an. Diese sind wiederum äußerst interessant für Vögel, die sich gerne in Ihrer neuen Ecke mal umsehen. Vielleicht siedelt sich dann auch schon bald ein Igel an.

Stellen Sie ihm ein Igelhaus zur Verfügung, denn es ist sehr interessant zu beobachten, wie Igel ihren Nachwuchs aufziehen. Und wenn Sie bereits im Januar oder Februar einem Igel begegnen, sollten Sie diesen mit Wasser und Katzenfutter unterstützen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er hungrig seinen Winterschlaf abgebrochen hat.

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Claudia
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