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Igel im Winterschlaf

Der Igel gehört wie der Maulwurf oder die Spitzmaus zur Ordnung der Insektenfresser und ist ein Säugetier. Sobald sich der Sommer verabschiedet, nimmt die Menge an Insekten und damit die Hauptfutterquelle für Igel ebenfalls schnell ab. Die erfolgreiche Futtersuche verschlechtert sich in dieser Zeit von Monat zu Monat. Um sich vor dem verhungern zu schützen, ist es für ihn instinktiv leichter diese karge Zeit mit Schlaf zu überbrücken. Der Igel tritt je nach Wetterlage im November seinen Winterschlaf an, denn fallende Temperaturen und kürzere Tage signalisieren dem Körper, dass es Zeit wird. Wir treffen ihn zwar erst im März im Garten wieder, das bedeutet aber nicht, dass er zwingend von November bis März durchschläft.

Ursachen, warum der Igel seinen Winterschlaf nicht antritt, später antritt oder unterbrechen muss, gibt es einige. So kann es sein, dass er eine Futterquelle in Form von Katzenfutter oder Hundefutter im Garten aufspürt, die sich immer wieder auffüllt und er die Notwendigkeit eines Winterschlafs nicht sieht. Es kann aber auch sein, dass dem Igel seine Igelunterkunft nicht mehr zusagt und er sich einen anderen Platz sucht.

Häufiger ist es allerdings der Fall, dass seine Behausung zerstört wird und er gezwungen ist, sich eine neue Unterkunft zu suchen. Für ältere Igel ist es oftmals kein Problem, denn sie kennen Ihre Umgebung sehr gut und finden einen alternativen Schlafplatz. Bei einem jungen Igel sieht das ganz anders aus. Für den jungen Igel, der seinen ersten Winter durchläuft, kann es sehr „stachelig“ werden. Wenn er im September geboren wird und ca. 6 Wochen gesäugt wird, bleibt nicht mehr viel Zeit, um auf ein Mindestgewicht von 500 Gramm zu kommen, um dann in den Winterschlaf zu gehen.

Man könnte annehmen, dass die milden Winter der letzten Jahre dem Igel zugutekommen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Gerade jetzt benötigen sie unsere Hilfe und Unterstützung. Im November und Dezember gehen die Temperaturen normalerweise zurück und bei uns zieht der Winter ein. Der Igel fällt in den Winterschlaf und der gesamte Organismus fährt herunter. Hin und wieder erwacht er für einige Stunden, bleibt aber in seinem Unterschlupf und schläft wieder ein. Durch die Klimaveränderung und der milden Winter in den letzten Jahren sieht es auch beim Igel ganz anders aus.

Wichtig ist die Außentemperatur: Ein Igel im Winterschlaf kommt mit kalten Temperaturen gut zurecht. Der Organismus ist darauf ausgelegt, dass es kalte Jahreszeiten gibt. Erst ab einsetzenden Minusgraden wärmt der Organismus den Körper und benötigt hierfür mehr Energie. Dies ist für einen durchschnittlichen Igel überhaupt kein Problem. Schlechter sind die warmen Temperaturen, da der Igel häufige Wachphasen durchläuft und dadurch dann auch mehr Energie benötigt. Reichen die Fettreserven dann nicht aus und er findet keine Nahrung, wird er den Winterschlaf nicht überleben.

Sollte Ihnen ein Igel in dieser Zeit begegnen, beobachten Sie, wie er sich verhält. Achten Sie darauf, ob er verletzt ist. Versuchen Sie, ihn mit Katzen- oder Igelfutter zu füttern. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich um ein hungriges Jungtier handelt, das noch nicht genug Fettreserven angesammelt hat. Stellen Sie ihm an einer ruhigen stelle im Garten ein Igelhaus zur Verfügung, in dem er Unterschlupf findet, und füttern Sie ihn weiter, bis er ein Gewicht von mindestens 500 Gramm hat. Jetzt kann auch er seinen Winterschlaf antreten.

Sie sehen, der Igel benötigt unsere Hilfe, aber die ist schnell gegeben: Kaufen Sie ein Igelhaus und stellen Sie es ihm mit Futter an einer ruhigen Stelle im Garten zur Verfügung.

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Claudia
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